Um Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten ist es nötig, diese nicht nur in Phasen zu unterteilen. Genau gesehen wirken sieben Prozesse, die Basis Prozesse der Organisationsentwicklung (Glasl) zu einem vernetzten Gesamtprozess. Diese sind der eigentliche Schlüssel für erfolgreiche Change-Prozesse!
Bei Veränderungen zu Beachten:
Eine Transition ist ein Übergangsprozess, den Menschen bei eingreifenden Veränderungen in ihrem Leben innerlich durchleben. Deshalb ist es wichtig, zwischen äusseren Veränderungen und dem inneren Prozess zu unterscheiden, dem Menschen dadurch ausgesetzt sind.
Die Sieben Basisprozesse
| Diagnose-Prozesse | Analyse und Diagnose der Situation, denn durch sie entsteht Bewusstseinsbildung: Wie sind wir? Warum sind wir so? |
| Zukunftsgestaltungs-Prozesse | Überlegungen über die gewünschte Zukunft, denn Soll-Entwurf ist Willensbildung: Wohin wollen wir? Woz? |
| Psycho-soziale Prozesse | Alte Beziehungen und Rollen loslassen und neue Beziehungen eingehen, Widerstand und Konflikte aufgreifen, denn diese Prozesse fördern notwendige emotionale Veränderungen. |
| Lern-Prozesse | Erlernen neuen Wissens und Könnens, denn Lern-Prozesse vermitteln neue Fähigkeiten. |
| Informations-Prozesse | Laufende Informationen an die Betrofenen und dialogische Kommunikationsformen setzen betroffene Menschen richtig ins Bild. |
| Umsetzungs-Prozesse | Implementieren der geplanten Veränderungen, Worte werden in Taten umgesetzt. "Quick-wins" schaffen, Vorbildverhalten mit Signalwirken. |
| Change-Management-Prozesse | Planen, lenken, beschliesen, koordinieren, evaluieren aller Veränderungsschritte und mit Ressourcen ausstatten. |
Grundwerte "Veränderungen":
Jeder Entwicklungsprozess braucht als ersten Schritt "Feuer": Wir müssen uns für das Neue erwärmen können und Begeisterung entfachen für den Sinn und Zweck der Veränderung.
Der zweite Schritt schafft "Licht" und "Luft": Wir müssen einen Ausblick geben, wie die Zukunft aussehen soll, die neue Vision. Und dann betrachten wir in diesem Lichte die heutige Organisation. Wir leuchten sie aus, bis wir mit der Diagnose den nötigen Durchblick haben.
Der dritte Schritt bringt die Qualität "Wasser": Es kommt zu Bewegung und Prozess, weil jetzt viele Änderungsaktivitäten eingeleitet werden, manches kommt in Fluss, alte und erstarrte Formen werden aufgeweicht. Alle Bewegung wird durchdie Vision auf das Ziel ausgerichtet, sonst würden die geweckten Energien in alle Richtungen verpuffen.
Im vierten Schritt geht es um die "Formkraft" (Erde): Denn die verschiedenen Ansätze müssen in dieser Phase gefestigte Konturen gewinnen, müsen ganz konkret praktisch bis in die physische Wirklichkeit umgesetzt werden.

